Catapults - I´ll be honest (2021)

“Dieses Album hat es geschafft, mir ständig persönliche Erinnerungen in den Kopf zu jagen und bleibt damit ein Album, was regelmäßig auf den Plattenteller kommt.”

Text: Alex

Die 4 Oldenburger haben am 19.3 ihr erstes Album „I‘ll be Honest“ veröffentlicht. Auf dem Debüt befinden sich insgesamt 10 Songs mit einer Gesamtlänge von ca. einer halben Stunde, und ich kann schon einmal so viel verraten, die hat es in sich. 

Der erste Track startet mit einer ruhigen Gitarrenmelodie, worauf kurze Zeit später ruhiger Gesang folgt und der Song sich weiter aufbaut. Schon hier wird die fette Produktion des Albums deutlich und nimmt einen sofort mit. Zum Ende nimmt der Song Fahrt auf und geht direkt in die erste Single „If you dont matter nothing does“ über. Ab hier wird das Tempo auf dem Album schön hoch gehalten! Die Bandbreite der folgenden Songs ist groß, hier wechseln sich Emo- und Skatepunk perfekt ab und erzeugen ein gutes Gesamtbild. Catapults haben es auf „I‘ll be honest“ geschafft, dass jeder Song eine Singleauskopplung sein könnte und die komplette Breite der Band repräsentieren kann. Auch ein Feature findet Platz auf dem Album. 

Musikalisch lassen die Songs gerne an andere Bands erinnern, die einem beim Hören immer positiv in den Kopf blitzen. „Talking to Myself“ beispielsweise erinnert mich an den Sound von Rise Against auf deren Album „Endgame“.  „Nothing‘s Changed“ mit dem Gitarrenriff natürlich an alte Blink-182 Zeiten. Natürlich definieren Catapults ihren eigenen Sound, aber diese kurzen Flashbacks an alte Songs anderer Bands wirken auf mich erfrischend.

„It could be so much worse I guess, It could be so much worse than this“

Das letzte Lied „Open the Blinds“ ist das absolute Highlight der Scheibe. Beim ersten Hören des Songs hat es mich mit seiner Gesangsmelodie und der Struktur an frühere Stücke von Fall Out Boy erinnert. Er zeigt zum Ende des Albums nochmal, was Catapults alles draufhaben. Geile Melodien, gute Strukturen, ne fette Produktion und mehrstimmigen Gesang! Zuletzt wird nochmal die Gitarrenmelodie des Introtracks aufgegriffen und das Album endet, wie es begonnen hat. So wirkt das Album rund und aus einem Guss. 

Vor allem der Text hat mich beim ersten Hören sehr berührt. Ich glaube, dass jeder Texter ne handvoll Momente hat, bei denen er direkt nach dem Schreiben gemerkt hat, dass es DER Song ist. Der Text zu „Open the Blinds“ ist, glaube ich, so ein Moment gewesen. Die Umsetzung des Textes mit einer fetten Gesangsmelodie und den Gangshouts am Ende prügeln die Lyrics gut in die Köpfe der Hörer! Hut ab! 

„Let the cold water run, it‘s gotta warm up eventually right?“

Abschließend muss ich sagen, dass diese Platte es generell geschafft hat, mir regelmäßig persönliche Erinnerungen in den Kopf zu jagen, und es damit ein Album bleiben wird, das regelmäßig auf den Plattenteller kommt. Für Leute, die mit Emo und Pop-Punk groß geworden sind, wie ich, ist „I‘ll be honest“ auf jeden Fall eine klare Empfehlung! Und das nicht nur im Sommer! 

Bewertung

 9/10

Folge Catapults

Bandfoto: Connor McBriarty
Albumcover: Frederik Köster